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Bei einem Langzeitmissbrauch von Hexedrone wird die MPU sehr kritisch und genau hinschauen. Hexedrone gehört zu den sogenannten neuen psychoaktiven Substanzen (NPS), die wegen ihrer starken Wirkung und des Risikos für psychische sowie körperliche Schäden bekannt sind. Die Gutachter bei der MPU erwarten in solchen Fällen eine umfassende und glaubwürdige Aufarbeitung deiner Drogenkarriere. Das bedeutet, du musst sehr deutlich machen, wie lange und in welchem Ausmaß du Hexedrone konsumiert hast, welche Konsequenzen das für dein Leben hatte und was letztlich zum Ausstieg geführt hat. Für eine positive MPU-Bewertung ist es essenziell, dass du eine stabile und nachweisbare Abstinenz vorweisen kannst. In der Regel wird mindestens ein Jahr belegte Abstinenz verlangt, manchmal auch länger, abhängig von deinem individuellen Verlauf und eventuellen Rückfällen. Die reine Abstinenz reicht allerdings nicht aus: Du solltest außerdem eine fundierte Auseinandersetzung mit den Gründen für deinen Konsum und die Entwicklung neuer, gesunder Strategien zur Problembewältigung nachweisen können. Hier hilft oft die Teilnahme an einer Drogenberatung oder einer entsprechenden Therapie, da du dort lernst, deine eigenen Risikofaktoren zu erkennen und Rückfälle zu vermeiden. Die Gutachter wollen sehen, dass du wirklich verstanden hast, warum der Konsum problematisch war, und dass du überzeugend darlegen kannst, warum ein Rückfall für dich keine Option mehr ist. Sei ehrlich über Schwierigkeiten und mögliche Rückschläge, das wirkt authentischer als „heile Welt“-Antworten. Mit Offenheit, einer guten Vorbereitung und einer belegten Abstinenz hast du trotz des Langzeitmissbrauchs durchaus eine Chance auf eine positive MPU. Gib nicht auf – mit dem richtigen Vorgehen kannst du deine Fahrerlaubnis zurückbekommen.

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