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Vielen Dank für deine Offenheit bezüglich deines Langzeitkonsums von N-Ethylhexedrone. Bei einer MPU nach Drogenkonsum – insbesondere bei synthetischen Cathinonen wie N-Ethylhexedrone – werden die Anforderungen besonders streng ausgelegt. Die Gutachter wollen genau wissen, wie lange und in welchem Umfang du konsumiert hast, welche negativen Folgen es für dich gab und, noch wichtiger, wie glaubhaft und stabil deine Abstinenz und Einstellungsänderung inzwischen sind. In deinem Fall ist eine durchgehende, nachweisbare Abstinenz von mindestens einem Jahr (oft sogar 15 Monate) erforderlich. Dies muss durch regelmäßige, lückenlose Urinscreenings oder Haaranalysen belegt werden. Zusätzlich musst du in der MPU überzeugend darlegen, warum du konsumiert hast, was sich für dich durch den Missbrauch verschlechtert hat, wie du den Ausstieg geschafft hast und mit welchen konkreten Strategien du heute Rückfällen vorbeugst. Die Gutachter achten besonders darauf, ob du dich ehrlich selbst reflektierst und eine stabile Lebensumstellung nachweisen kannst. Sei dir bewusst, dass die MPU bei Langzeitdrogenkonsum eine echte Herausforderung ist, aber sie ist zu schaffen, wenn du konsequent abstinent bleibst, professionelle Unterstützung (z.B. Drogenberatung, Psychotherapie) annimmst und dich gezielt auf das psychologische Gespräch vorbereitest. Es ist wichtig, ehrlich zu deinen Fehlern zu stehen und glaubhaft zu vermitteln, dass du die Verantwortung für dein Verhalten übernommen hast. Auch wenn der Weg anstrengend ist – mit Ausdauer und der richtigen Vorbereitung kannst du eine positive MPU erreichen.

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