Geschwindigkeitsbegrenzer aus Reifen - Verantwortung?
Geschwindigkeitsbegrenzer aus, Reifen kaputt. Verantwortung?
Geschwindigkeitsbegrenzer aus, Reifen kaputt. Verantwortung?
Vielen Dank für deine Frage. Die Situation, dass ein Geschwindigkeitsbegrenzer deaktiviert wurde und anschließend ein Reifenschaden auftritt, ist tatsächlich komplex und wird im Rahmen einer MPU oder auch bei der Klärung von Versicherungsfragen sehr ernst genommen. Grundsätzlich trägt der Fahrzeugführer die Verantwortung dafür, dass sein Fahrzeug verkehrssicher ist und entsprechend der Vorgaben betrieben wird. Wenn der Geschwindigkeitsbegrenzer, der möglicherweise als Schutzmaßnahme beispielsweise wegen der verbauten Reifen mit geringerem Geschwindigkeitsindex installiert wurde, absichtlich deaktiviert wird, handelt es sich um eine erhebliche Fahrlässigkeit oder sogar grobe Fahrlässigkeit. Kommt es dann zu einem Reifenschaden oder gar Unfall, weil die Reifen für höhere Geschwindigkeiten nicht ausgelegt waren, kann dies sowohl strafrechtliche als auch versicherungsrechtliche Konsequenzen haben. Die Verantwortung liegt in so einem Fall beim Fahrer, eventuell auch beim Halter, sofern dieser von der Deaktivierung wusste oder sie angeordnet hat. Für die MPU bedeutet so ein Vorfall, dass du sehr genau darlegen musst, wie es zu dieser Entscheidung kam und welche Überlegungen oder Fehlannahmen dabei eine Rolle spielten. Wichtig ist, für die Zukunft glaubhaft zu machen, dass du die Zusammenhänge zwischen Technik, Verantwortung und Sicherheit verstanden hast und künftig verantwortungsbewusst handeln wirst. Ehrlichkeit und Reflektion sind hier gefragt – nur so kannst du zeigen, dass du aus dem Vorfall gelernt hast.
Unsere Community hilft Ihnen gerne bei Ihrer MPU-Situation!