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Zunächst einmal ist es verständlich, dass du dir Sorgen machst, ob du in dieser Situation die Verantwortung trägst. Grundsätzlich gilt im Straßenverkehr das sogenannte "Halter- und Fahrerprinzip": Als Fahrer bist du dafür verantwortlich, dass das Fahrzeug in einem verkehrssicheren Zustand ist. Das umfasst sowohl die Elektronik wie den Tempomat als auch die Reifen. Ist der Tempomat defekt, ist das in der Regel kein unmittelbarer Sicherheitsmangel, da er nicht zwingend zur Fahrzeugbedienung notwendig ist. Anders sieht es jedoch bei den Reifen aus: Sind diese beschädigt, abgefahren oder nicht den Vorschriften entsprechend, gilt das Fahrzeug als nicht verkehrssicher. Wenn der Tempomat während der Fahrt ausfällt und du dadurch beispielsweise Schwierigkeiten hast, die Geschwindigkeit zu halten, musst du dennoch jederzeit in der Lage sein, das Fahrzeug sicher zu steuern. Das Gesetz erwartet vom Fahrer, dass er jederzeit die Kontrolle behält und bei technischen Problemen angemessen reagiert – zum Beispiel, indem du den Tempomat nicht weiter benutzt und die Geschwindigkeit manuell regulierst. Bei beschädigten Reifen sieht es strenger aus: Fährst du mit defekten Reifen, gilt dies als fahrlässig, da du vor Fahrtantritt verpflichtet bist, dein Fahrzeug auf offensichtliche Mängel zu überprüfen. Wird dies bei einer Kontrolle festgestellt, oder bist du deshalb in einen Unfall verwickelt, wirst du in aller Regel als (Mit-)Schuldiger betrachtet. Mein Rat: Lass sowohl den Tempomat als auch die Reifen zeitnah überprüfen und reparieren. Damit zeigst du Verantwortung und sorgst dafür, dass du im Falle eines Falles nicht haftbar gemacht wirst. Bei Unsicherheiten kannst du auch eine Werkstatt um eine Einschätzung bitten – das ist immer die sicherste Lösung.

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