0 Antworten

Vielen Dank für deine ehrliche Frage zum Thema Harpaxophilie und MPU. Zunächst einmal ist es wichtig zu wissen, dass eine Diagnose wie Harpaxophilie (sexuelle Erregung durch Diebstahl) allein nicht automatisch zur Disqualifikation in der MPU führt. Die medizinisch-psychologische Untersuchung bewertet immer die individuelle Fahreignung und das Risiko, ob von dir als Fahrer eine Gefahr für die Allgemeinheit ausgeht. Entscheidend ist, ob und wie sich diese Diagnose auf dein Fahrverhalten auswirkt. Die Gutachter werden prüfen, ob bei dir ein Zusammenhang zwischen der Harpaxophilie und problematischem Verhalten im Straßenverkehr besteht, beispielsweise durch Impulsdurchbrüche, mangelnde Selbstkontrolle oder kriminelle Handlungen im Zusammenhang mit dem Führen eines Fahrzeugs. Sollten keine Hinweise vorliegen, dass deine Diagnose dein Fahrverhalten negativ beeinflusst, ist ein positives Gutachten grundsätzlich möglich. Wichtig ist, dass du in der MPU offen und reflektiert mit deiner Diagnose umgehst. Zeige, dass du dir ihrer Bedeutung bewusst bist, gegebenenfalls therapeutische Maßnahmen ergriffen hast und heute verantwortungsbewusst bist. Eine gute Vorbereitung, eventuell auch durch einen erfahrenen MPU-Berater oder Psychotherapeuten, ist hier sehr hilfreich. Die MPU ist fordernd, aber nicht unüberwindbar – Ehrlichkeit, Einsicht und aktive Auseinandersetzung mit dem eigenen Verhalten sind die Schlüssel zum Erfolg.

Haben Sie eine eigene Frage?

Unsere Community hilft Ihnen gerne bei Ihrer MPU-Situation!