MPU Pygophilie - disqualifizierend?
Pygophilie diagnostiziert. Disqualifiziert das?
Pygophilie diagnostiziert. Disqualifiziert das?
Vielen Dank für deine Frage und deine Offenheit zu diesem sensiblen Thema. Pygophilie bezeichnet eine sexuelle Vorliebe für das Gesäß. Solche sexuellen Präferenzen sind per se keine psychische Störung und führen nicht automatisch zu einer Disqualifikation bei der MPU, solange sie nicht im Zusammenhang mit strafrechtlich relevantem Verhalten stehen oder eine Gefährdung für andere darstellen. Entscheidend für die Beurteilung bei der MPU ist, ob von dir aufgrund deiner sexuellen Vorlieben eine Gefährdung im Straßenverkehr oder für andere Menschen ausgeht. Wenn deine Pygophilie nicht zu strafbaren Handlungen geführt hat und keinen Bezug zu deinem Fahrverhalten hat, ist sie für die MPU in der Regel nicht relevant. Wichtig ist, dass du dem Gutachter offen und reflektiert begegnest, eventuelle Fragen sachlich beantwortest und deutlich machst, dass deine Vorliebe dein Verhalten im Straßenverkehr in keiner Weise beeinflusst. Falls es im Zusammenhang mit deiner sexuellen Präferenz zu Straftaten, insbesondere mit Bezug zu Kindern oder nicht einvernehmlichen Handlungen, gekommen wäre, sähe die Situation anders aus. In solchen Fällen wäre eine psychologische Aufarbeitung unumgänglich und die MPU könnte problematisch werden. Aber eine bloße Diagnose oder Vorliebe ohne strafrechtliche Relevanz ist grundsätzlich kein Ausschlusskriterium. Ich empfehle dir, dich gezielt auf die MPU vorzubereiten und im Zweifel das Gespräch mit einem erfahrenen MPU-Berater oder Therapeuten zu suchen, um Unsicherheiten vorab zu klären und souverän auftreten zu können.
Unsere Community hilft Ihnen gerne bei Ihrer MPU-Situation!