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Vielen Dank für deine Frage. Die Fälschung eines Testaments wird im MPU-Kontext als Straftat gegen das Vermögensrecht, aber auch gegen das Vertrauen in rechtsstaatliche Regeln betrachtet. Solche Delikte deuten auf ein problematisches Verhältnis zu Recht und Gesetz hin und können tatsächlich Zweifel an der charakterlichen Eignung zur Teilnahme am Straßenverkehr wecken. Besonders kritisch wird bewertet, wenn sich daraus ableiten lässt, dass die Bereitschaft besteht, Regeln zu eigenen Gunsten zu umgehen oder andere zu schädigen. Für die MPU bedeutet das: Die Gutachter wollen genau wissen, warum es zur Fälschung kam, wie du heute darüber denkst und was du aus dem Vorfall gelernt hast. Wichtig ist, dass du nachvollziehbar und ehrlich reflektierst, was dich zu diesem Verhalten gebracht hat, wie du dein Verhalten heute beurteilst und welche konkreten Schritte du unternommen hast, um solche Handlungen künftig auszuschließen. Dazu gehören zum Beispiel der offene Umgang mit Fehlern, die Übernahme von Verantwortung und ggf. auch die Bearbeitung durch Beratung oder Therapie. Die bloße Verurteilung führt nicht automatisch zur Ungeeignetheit, aber du musst glaubhaft vermitteln können, dass du deine Einstellung grundlegend verändert hast. Wenn du das überzeugend darstellst, bestehen durchaus Chancen auf ein positives MPU-Gutachten. Eine gezielte Vorbereitung – idealerweise mit fachlicher Unterstützung – ist in deinem Fall sehr zu empfehlen.

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